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Unsere Vereinschronik

Da unser Verein bereits seit über 60 Jahren besteht, hat er natürlich auch eine Geschichte über seinen Werdegang, mit all seinen Höhen und Tiefen. Diesen Verlauf möchten wir in Kurzform aufzeigen.

Die jüngere Generation kann sich in der heutigen motorisierten Zeit nicht vorstellen, wie es kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges im Bezug auf „Motorsport“ aussah. Damals war man schon froh, wenn man ein Fahrrad mit Vollgummibereifung sein eigen nennen konnte. Für ein Motorfahrzeug, falls wirklich vorhanden, bekam man in den ersten Nachkriegsjahren keine Fahrgenehmigung. Als mit der Zeit das Fahrverbot gelockert wurde, setzte man damit auch viel Erfindergeist frei. Die unmöglichsten Fahrzeuge wurden hervorgeholt und zusammengebastelt. Vielfach nach dem Motto: Aus zwei oder drei - mach eins. Kurz darauf entwickelte sich auch wieder die Motorsportszene in Deutschland.
Die ersten Bergrennen am Eggberg bei Säckingen und am Ruhestein bei Achern wurden durchgeführt und zogen damals sehr viele Zuschauer an. Darunter waren auch die späteren Gründer des Motorsportclub Münstertal, August Muttach, Wilhelm Griesbaum, Josef Moser, Karl Häfele und Kurt Ruf. Sie gehörten zu den wenigen, die damals schon ein Motorrad besaßen. Irgendwann ist dann der Gedanke aufgetaucht, einen Verein zu gründen und selbst motorsportliche Veranstaltungen durchzuführen.
Man traf sich oft und diskutierte manche Stunde darüber, wie man es am besten, die Vorstellungen einen Verein zu gründen, umsetzen könne. Schließlich kam man auf die Idee sich an den Badischen Automobilclub, den heutigen ADAC zu wenden.
Im Oktober 1949, wandte sich deshalb Kurt Ruf mit einem Brief, in dem der Wunsch zum Ausdruck gebracht wurde, in Ettenheimmünster einen Motorsportclub gründen zu wollen an den BAC. Er bekam zur Antwort, das dies möglich sei, unter der Bedingung, das man 30 Mitglieder zur Vereinsgründung vorweisen könne. Damit ging die Sucherei los. Man kann sich vorstellen, das zur damaligen Zeit die meisten bestimmt andere Sorgen hatten, als unbedingt einem Motorsportclub beizutreten den es eigentlich noch gar nicht gab.

Doch die 5 gaben nicht auf und schafften es tatsächlich innerhalb kürzester Zeit die geforderten 30 Mitglieder zusammen zu bringen. Nun stand der Vereinsgründung eigentlich nichts mehr im Wege, bis auf die kleine Kleinigkeit, das keiner der Gründer und Gründungsmitglieder irgendwelche Vereinserfahrung besaßen. Vor allem wurde dringend ein l. Vorsitzender gesucht. Dieser wurde dann auch in der Person von Wilhelm Kuhner gefunden. Dieser erklärte sich bereit, dieses Amt zu übernehmen.

Ende Januar 1950 war es dann schließlich soweit. Der Motorsportclub Münstertal wurde gegründet. Nun konnte es losgehen. Der junge Verein erwies sich als außerordentlich lebendig Bereits am 5. Mai des gleichen Jahres fand das erste Geschicklichkeitstunier für Motorräder statt. Die Hindernisse wurden noch selbst entworfen und gebaut und wie konnte es bei einem solch jungen Verein auch anders sein, das benötigte Material aus eigener Tasche bezahlt. Es folgten Fuchsjagten, Bildersuchfahrten Sternfahrten bis nach Meran in Südtirol. Als Ergebnis dieser Aktivitäten, konnte man einen stetigen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Der neue Verein wurde von der Bevölkerung angenommen und auch über die örtlichen Grenzen hinaus bekannt. Im Jahre 1956 übernahm Karl Häfele das Amt des l. Vorsitzenden von Wilhelm Kuhner, der 1957 zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Als Ergebnis dieser Aktivitäten, konnte man einen stetigen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Der neue Verein wurde von der Bevölkerung angenommen und auch über die örtlichen Grenzen hinaus bekannt.
Im Jahre 1956 übernahm Karl Häfele das Amt des l. Vorsitzenden von Wilhelm Kuhner, der 1957 zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Die Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Ettenheim erfolgte im Jahre 1962. Ebenfalls im Jahre 1962 übernahm Hans Weisbach das Amt des l .Vorsitzenden. Hans Weisbach führte den Verein bis zum Jahre 1972. Ab 1972 übernahm dann wiederum Karl Häfele, der allem Anschein nach noch immer nicht genug hatte, das Amt des l. Vorsitzenden.

Immer noch wurden Geschicklichkeitsturniere und andere motorsportliche Veranstaltungen durchgeführt und auch die gesellige Seite kam nicht zu kurz. Grillfeste, Weihnachtsfeiern, Preismaskenbälle und Busreisen in das nahe Ausland prägten mit das Gesicht des MSCs.
Doch die Zeit blieb nicht stehen. Die Motorisierung hatte längst auf breiter Basis in Deutschland Einzug gehalten und die Ansprüche an die Turniere wurden immer höher. Das Interesse an den Bildersuchfahrten schwand zusehends. Außerdem fehlte der Nachwuchs auf breiter Front. Man kam auf den Gedanken, ein Gelände zu pachten, auf dem man Veranstaltungen aller Art durchführen könnte. Damit hätte der Verein eine feste Bleibe und durch die Ausschreibung als Verkehrsübungsplatz hoffte man die Jugend an den Verein heranzuführen. Der Pachtvertrag über ein Gelände im Glasbach wurde 1974 geschlossen. An dem Gelände selbst musste natürlich auch noch viel gearbeitet werden.

Dies geschah ausschließlich in Eigenregie. Von Erdbewegungen bis hin zur Verlegung von Drainagen wurde alles selbst gemacht. Viele Stunden wurden für Errichtung des Areals geopfert und manche Fuhre Schotter vom 2. Vorsitzenden Emil Rösch mit seinem Lastwagen in den Glasbach gebracht, bis die Arbeiten abgeschlossen waren.
Doch das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Als positiven Effekt konnte man tatsächlich einen vermehrten Zugang von Jugendlichen in den Verein verzeichnen. Auf dem neu geschaffenen Verkehrsübungsplatz konnten diese unter Aufsicht von Erwachsenen auf vorhandenen Motorrädern Trainingsstunden abhalten. Die interessanteren Stunden waren aber ohne Zweifel jene, in denen wir ohne Aufsicht das Gelände benutzten. Manch eine alte NSU oder Horex die man damals von den Besitzern fast umsonst bekam, sie stand eh nur im Weg, hat Ihr Leben im Glasbach ausgehaucht. Die Oldtimerfreunde unter Euch mögen uns verzeihen, aber wie heisst es so schön: Sie wussten nicht was sie tun.

Doch das Ganze hatte auch noch einen positiven Effekt. Aus diesen Anfängen entwickelte sich das Motorradtrial. Gerold Wangler , der Sohn vom damaligen Sportleiter Willi Wangler bekundete sein Interesse an dieser Sportart, worauf die Vorstandschaft beschloss ein Trialmotorrad anzuschaffen. Es handelte sich damals um eine Maschine der Marke Zündapp mit 50 ccm, die speziell für den Trialsport umgebaut war. Mit dieser Maschine nahm Gerold Wangler sehr erfolgreich an Läufen zur Bodensee- meisterschaft teil. Dieser Erfolg zog natürlich auch andere mit und schnell kamen noch einige Fahrer hinzu die für den MSC an Motorradtrialveranstaltungen teilnahmen.

Als logische Konsequenz folgte darauf der Wunsch auch eine eigene Trialveranstaltung durchzuführen. Nach langen Verhandlungen mit dem zuständigen Landratsamt war es dann im Jahre 1976 endlich soweit. Unter der Leitung von Willi Wangler fand in diesem Jahr das 1. Motorradtrial des MSC Münstertals im Steinbruch von Ettenheimmünster statt.

Anfangs noch mit einfachen Mitteln durchgeführt , man musste viel improvisieren, entwickelte sich das Ganze nach und nach zu einer Superveranstaltung bei der den Zuschauern Motorradsport vom Feinsten geboten wurde.

Damit sich die Zuschauer aber auch sonst beim MSC wohlfühlen konnten wurde unter der Leitung von Karl Häfele ein vereinseigenes Zelt entworfen und in der Werkstatt von Emil Rösch angefertigt.Vorbei war die Zeit in der man mit Bretter und Planen improvisieren musste.

Ab 1976 wurden insgesamt 8 Motorradtrials im Steinbruch durchgeführt. Dann war leider Schluss. Auf Grund der Veränderung der politischen Lage und der Diskussion über das Waldsterben, wurde seitens des Landratsamtes keine weitere Genehmigung für das Motorradtrial mehr erteilt. Da kein Ausweichgelände zur Verfügung stand musste man leider die Ära des Motorradtrails beenden.

Ebenfalls nach 2 Jahren war das Engagement des MSC `s beim Kirchbergfest in Münchweier beendet. Es war leider nicht möglich die benötigte Anzahl von Helfern aufzubringen die für eine reibungslosen Ablauf eines solchen Festes vonnöten sind. Man muss dies aber auch mit dem Hintergrund sehen , was sonst noch an Veranstaltungen übers Jahr durchgeführt wurden, und dies waren nicht gerade wenige.

Während dieser Zeit gab es auch einige Änderungen innerhalb der Vorstandschaft In der Generalversammlung von 1982 wurde der bisherige Schriftführer Karlheinz Löffel zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Er löste damit Karl Häfele ab, der damit seine 2. Amtsperiode beendete die 10 Jahre dauerte. Zusammen mit der ersten Amtsperiode kann Karl Häfele also auf insgesamt 16 Jahre zurückblicken in der er 1. Vorsitzender war. 1983 wurde er daher auf Grund seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden des MSC gewählt .

Ebenfalls gab Josef Moser sein Amt als Rechner an Günter Boidol ab, und der damalige Sportleiter Willi Wangler übergab sein Resort an seinen Sohn Gerold Wangler .

Da man bereits vor dem endgültigen Aus des Motorradtrials im Jahre 1984 merkte, das es immer schwieriger wurde Motorsport zu betreiben, setzte man auf eine neue Sparte.

Und dies war das Fahrradttrial . Bereits im Jahre 1982 wurde eine Gruppe mit 5 Fahrern ins Leben gerufen. Natürlich war das Fahrradtrial genau wie das Motorradtrial eine Randsportart.Doch man versprach sich vor allem in der Jugendarbeit sehr viel davon. Unter der Leitung von Heinz Gässler und Gerold Wangler entwickelte sich die Gruppe hervorragend, und bereits im Jahre 1983 wurde das 1. Fahrradtrial im Glasbach in Ettenheimmünster durchgeführt.

Doch das war noch nicht alles .Nach nur 2 Jahren als 1. Vorsitzender gab Karlheinz Löffel diese Amt überraschend wieder ab. Die kommissarische Leitung des Vereins übernahm daraufhin eine Arbeitsgruppe an deren Spitze Karl Häfele stand.

In der Generalversammlung 1984 wurde dann eine neue Vorstandschaft gewählt. Nach intensiven Gesprächen konnte schließlich Dieter Weber als neuer 1. Vorsitzender gewonnen werden. Dieser war seither als Beisitzer bzw. Sportleiter im Verein tätig gewesen, und galt als ruhiger besonnener Mann. Ihm oblag es nun das Vereinsschiff zu steuern. Auf Grund des überraschenden Rücktritt von Karlheinz Löffel war doch sehr viele Unruhe in den Verein hineingetragen worden. Doch Dieter Weber gelang es die Wogen wieder zu glätten , und das Ganze wieder in ruhige Bahnen zu lenken. Ebenfalls wurde das Amt des Sportleiters sowie des Rechners neu besetzt. Als Sportleiter fungierte ab sofort Heinz Gässler, der Gerold Wangler ablöste. Als Geschäftsführer wurde Werner Eckert gewählt.

Stolz kann der MSC in dieser Zeit auf seine sportlichen Erfolge sein. Die Trialgruppe wuchs ständig, und erreichte unter der Leitung von Heinz Gässler seinen Höhepunkt im Jahre 1989. Besonders sein Sohn, Michael Gässler wurde das Aushängeschild des Fahrradtrialsport beim MSC. Er belegte bereits 1984 den 8.platz in der Deutschen Meisterschaft, und 1985 war er Gewinner und Titelträger des Süddeutschen Trialpokals. Anfangs noch mit dem Privat PKW unterwegs wurde ein vereinseigener Transporter angeschafft, mit dem die Jugendlichen zu den Läufen gefahren wurden.

Zu den Trialveranstaltungen wurden immer noch Suchfahrten und Geschicklichkeitsturniere für PKW ´s veranstaltet. Auch die damals eingeführte Veranstaltung " Quer durchs Münstertal " gewann immer mehr an Beliebtheit. Dabei handelte es sich um eine Art Schnitzeljagd zu Fuß, bei der man verschiedene Punkte aufspüren musste, und knifflige Aufgaben zu lösen hatte. Es war wenn man so will der Vorläufer des heutigen GEO Caching.

Aus der Generalversammlung 1986 ging der MSC ohne einen neuen Vorsitzenden hervor , da Dieter Weber sich nicht mehr zur Wahl stellte. Auch der bisherige 2. Vorsitzende Emil Rösch und der Rechner Günther Boidol stellten ebenfalls Ihre Ämter zur Verfügung. Dennoch konnte bis auf den 1. Vorsitzenden eine komplette Vorstandschaft auf die Beine gestellt werden. Im Juni 1986 wurde dann in einer außerordentlichen Generalversammlung Karlheinz Löffel der das Amt schon einmal für 2 Jahre innehatte zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.

Leider lies das Interesse am Fahrradtrialsport deutschlandweit in den 90 er Jahren stark nach. Immer mehr Vereine gaben Ihre Radabteilungen mangels Fahrer auf. Grund war unter anderem die enorm gestiegenen Kosten für das Material und die zum Teil sehr weiten Anfahrtswege zu den Wertungsläufen. Kostete ein Wettbewerbsrad im Jahre 1982 noch ca. 400 .- DM , so stieg der Preis innerhalb kürzester Zeit auf über 800.-. Dazu kamen dann noch die Kosten für Ersatzteile und Verpflegung. Und dies war für viele nicht mehr nachvollziehbar. Und so musste man schließlich wieder Abschied vom Fahrradtrialsport nehmen. Es ging aber nicht nur uns so, sondern auch in anderen ADAC Ortsclubs musste der Trialsport ad acta gelegt werden.

So schleichend wie der Abschied vom Fahrradtrial vor sich ging, so überraschend kam 1991 der erneute Rücktritt von Karlheinz Löffel von seinem Posten als. 1 Vorsitzenden. Doch auch diesmal wurde eine Lösung gefunden Das Amt des 1. Vorsitzenden wurde dann bis 1992 kommissarisch von Horst Volk übernommen , der bis dahin 2. Vorstand war. In der Generalversammlung 1992 wurde dann Thomas Gehring zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Leider lies das Interesse der Autofahrer und Motorradfahrer an Such oder den sogenannten Fuchsjagden immer mehr nach, worauf man diese dann nicht mehr durchführte. Das Ganze verlagerte sich in Richtung geführte Motorradausfahrten.

Doch auch von anderer Traditionsveranstaltungen trennte man sich in den darauffolgenden Jahren. Darunter fiel zum Beispiel der Preismaskenball an Fastnacht im Gasthaus Sonne, sowie die Dreikönigsfeier mit Tanz und Tombola.

Während die Fastnachtsveranstaltung komplett ersatzlos gestrichen wurde, wurde die Dreikönigsfeier durch eine Theateraufführung in der Gemeindehalle ersetzt. Durch gute Verbindungen zur Theatergruppe des Männergesangvereins Münchweier, war es gelungen einen Theaterabend zu gestalten, der sich bis heute immer wieder sehr großer Beliebtheit erfreut, wie man an der vollbesetzten Halle unschwer erkennen kann.

Im Jahre 2000 wurde im großen Rahmen das 50 jährige Bestehen des Vereins gefeiert. In einem großen Festzelt bei der Schule in Ettenheimmünster gab es über 3 Tage hinweg die verschiedensten Aktivitäten. In der Turnhalle der Schule wurde eine beachtenswerte Motorradausstellung gezeigt. Das Interesse der Bevölkerung war sehr groß.

Ein weiterer großer Schritt wurde 2004 gemacht. In diesem Jahr ging der MSC online. Dies geschah auf Anregung des Tourenwartes Hansi Müller , der sich bereit erklärte eine Homepage für den Verein einzurichten, und diese auch zu betreuen. Dies sollte sich schnell als wichtiger Schritt in die richtige Richtung erweisen. Nun konnte sich jeder Interessierte per Internet über das aktuelle Vereinsgeschehen informieren. Die Anzahl der Besucher unserer Seite zeigt das dieser Service auch rege genutzt wird.

Im gleichen Jahr kam eine Anfrage an den MSC ob er nicht wieder in das Fahrradtrial einsteigen will. Dieser Wunsch ging von einer Gruppe Mountainbike begeisterter Eltern aus , die Ihren Kindern die Fahrtechnik und das sichere Handling des Fahrrades im Gelände nahe bringen wollten. Nur wollten Sie nicht gleich einen eigenen Verein gründen, sondern unter der " Schirmherrschaft " des MSC diesen Sport ausüben.

Dem Wunsch wurde nach kurzer Beratung entsprochen, und so feierte man in einer kleinen Runde mit den Eltern und Kinder auf dem damaligen Trainingsgelände an der Landstraße Richtung Wallburg die Gründung der Trial und Mountainbikegruppe innerhalb des MSC. Diese Gruppe entwickelte sich dermaßen rasant, das sich die Kinder bereits im darauffolgenden Jahr an Wettbewerben beteiligten, und erste Pokale sowie Meisterschaften einfuhren.

Auch das damalige Trainings- gelände genügte auf Grund der Größe recht schnell nicht mehr den Ansprüchen der Fahrer. Hier galt es so schnell wie möglich Abhilfe zu schaffen.

Nach Verhandlungen mit der Stadt Ettenheim, der Gemeinde, der Forstbehörde, sowie den Jagdpächtern konnte man den alten Steinbruch in Ettenheimmünster als neues Trainingsgelände für die Jugendlichen pachten. Das Anfangs doch sehr verwilderte Gelände wurde in unzähligen Arbeitsstunden in die neue Münstertäler Trialarena umgebaut, die sich mittlerweile deutschlandweit einen Namen gemacht hat.

Und so schloß sich der Kreis wieder. Der MSC kehrte wieder zurück in den Steinbruch um wieder Wettbewerbe auszurichten. Nur halt nicht mehr auf Motorrädern sondern auf Fahrräder.

Mit dem Mix aus natürlichen und künstlichen Hindernissen, und mit Ihrer beeindruckenden Naturkulisse , begeistert die neue Arena die Teilnehmer als auch die Zuschauer bei jedem Wettbewerb immer wieder aufs Neue.

Hier findet nun in den Sommermonaten das Training der Trialfahrer statt, und natürlich werden hier nun auch die Wettkämpfe ausgefahren. Dies sind in der Regel die Bezirksmeisterschaften, sowie die Läufe zur Südbadischen Meisterschaft, es wurde aber im Jahre 2010 sogar ein Lauf zur Deutschen Meisterschaft im Fahrraddtrial durchgeführt, und selbst diesen hohen Ansprüchen genügte die Arena voll und Ganz, und wurde von den Teilnehmern sehr gelobt.

Im Jahre 2005 musste man dann wegen gesetzlicher und vereinstechnischen Vorschriften und Regeln doch das Tun was man zu Anfang vermeiden wollte. Man mussten doch einen neuen Verein für die Trial und Mountainbikegruppe gründen. Dies hing damit zusammen, das die Trialfahrer nur eine Lizenz, die Sie zur Teilnahme an Wettbewerben benötigen, erhalten, wenn Sie Mitglied in einem gemeinnützigen Verein sind. Dies ist der MSC aber nicht, und so musste ein zweiter Verein gegründet werden. Dieser trägt nun den Namen " MSC Münstertaler Trial und Mountainbikegruppe" eV. Er ist somit offiziell ein eigener Verein, der aber doch dem MSC angeschlossen bleibt. Den Vorstand der Trial und Mountainbikegruppe übernahm Uwe Herr.

Mittlerweile besteht die Gruppe aus ca. 25 Jugendlichen, die mit beachtlichem Erfolg an den verschiedenen Wettbewerben im Fahhradtrial teilnehmen. Besonders zu erwähnen ist hier Dominik Oswald der im Jahre 2010 den 2. Platz bei den Weltjugendspielen, die sozusagen die Weltmeisterschaft ist, erreicht hat. Aber auch etliche Deutsche Meisterschaften, Südbadiche Meistertitel in der Mannschaft sowie auch im Einzelwettbewerb und zahlreiche erste Plätze können bis heute verzeichnet werden. Für die Jugendlichen stehen mittlerweile 5 Trainer zur Verfügung die unter der Leitung von Cheftrainer Achim Bähr es immer wieder verstehen, die Fahrer zur Höchstleistung anzustacheln.

Auch steht Ihr mit Daniel Bühler ein erfahrener ehemaliger Fahrer der sich mittlerweile auf den Sektionenbau spezialisiert hat zur Verfügung. Er kümmert sich um die Anlage der Trialarena und sorgt dafür das es den Jugendliche nicht zu langweilig wird, indem er immer wieder die Hindernisse umbaut und verändert, und so immer wieder den Ehrgeiz der Fahrer weckt.

Weitere Infos zur Trial und Mountainbikegruppe gibt es auf der Homepage des MSC unter der Rubrik Trialer. Hier kann man sich schnell einen Überblick verschaffen, was bei den Radfahrern so läuft.

Ein besonders schwerer Schicksalsschlag traf den Verein im Frühjahr 2007. Dort brannte der angemietete Lagerraum auf dem Anwesen der Familie Dorow bis auf die Grundmauern nieder, und mit Ihm das gesamte Inventar des Vereins. Das eigene Festzelt, Kühlschränke, Lautsprecheranlage kurzum alles was wir in den vergangenen Jahren angeschafft hatten, wurde ein Raub der Flammen. Für kurze Zeit herrschte Ratlosigkeit wie es jetzt weitergehen sollte. Doch dann stand man zusammen und zog sogar das komplette Veranstaltungsprogramm das ja für das komplette Jahr schon feststand, durch.

Die Verhandlungen mit den Versicherungen zogen sich über Monate hin bis letztendlich eine Einigung gefunden wurde. Hier wurde der Verein auch sehr vom ADAC unterstützt, der sich spontan bereit erklärte die anfallenden Anwaltskosten zu übernehmen. Mit dem Geld aus der Schadensabwicklung konnte man dann wieder ein neues vereinseigenes Zelt sowie eine Lautsprecheranlage anschaffen.

Auch wurde ein Teil davon an die Trial und Mountainbikegruppe gespendet, die es wieder für den Ausbau der Trialarena verwendeten. Man kam also noch mit einem blauen Auge aus der Sache davon.

Mit dem neuen Inventar und Gerätschaften zog man dann in ein kleines Haus im Hinterhof der Psychosozialen Klinik in Ettenheimmünster, das als Lagerraum angemietet wurde. Dieses Häuschen war nun die neue Bleibe des MSC. Es wurde nicht nur dort alles gelagert, sondern man veranstaltete auch kleinere Fest dort im Hof.

Leider währte das Glück nicht sehr lange. Denn bereits im darauffolgenden Jahr wurde seitens des Eigentümers der Immobilie signalisiert, das das Mietverhältnis nicht so lange dauern wird, da das ganze Anwesen zum Verkauf stand, und die zukünftigen Besitzer das ganze selbst nutzen wollen. Somit wurde auch nichts aus dem Plan ein anderes Haus das ebenfalls auf dem Anwesen stand, käuflich zu erwerben. Man machte sich deshalb auf die Suche nach einer neuen Bleibe.

Dies ist natürlich in einem so kleinen Ort wie Ettenheimmünster nicht gerade einfach. Auch die Idee, die leerstehende Turnhalle der Psychosozialen Klinik zu erwerben, und Sie zu einem kleinen Motoradmuseum umzubauen und es als Clubheim zu nutzen, klappte auch nicht. Zum Glück. Denn nach einer genauen Besichtigung der Halle stellte es sich heraus das diese doch wesentlich maroder in der Bausubstanz war, als vorher angenommen. Den Ausbau und die Renovierung hätten den finanziellen Rahmen bei weitem gesprengt.

So ließ man dann von diesem Vorhaben wieder ab, auch sehr zur Freude einiger Anwohner, die bereits schwerste Bedenken wegen der Nutzung des Gebäudes als Museum geäußert hatten. Ihnen war selbst ein Museum noch zu laut. Es sei Ihnen gegönnt. Nun wird die Halle abgerissen und das Gelände wird zum Baugebiet.

Man suchte also weiter und wurde letztendlich auch fündig. Zwar nicht in Ettenheimmünster sondern im Nachbarort in Münchweier. Dort stand das Vereinsheim des dortigen Schützenvereins. Da sich der Schützenverein leider auflöste , stand das Vereinsheim leer. Man setzte sich deshalb sofort nach der Bekanntgabe der Auflösung des Schützenvereins mit den bestimmten Verwaltern des Vereins zusammen, und bekundete das Interesse an der Immobilie. Die Verwalter die für die Abwicklung des Vereins bestimmt wurden, waren Dieter Winterer, Leo Enderle und der Ortsvorsteher von Münchweier Herbert Andlauer.

Natürlich wurde auch mit der Stadt Ettenheim Kontakt aufgenommen, da das Gelände auf dem das Vereinsheim steht der Stadt gehört. Die sehr angenehmen Verhandlungen führten dann auch recht schnell zum Erfolg bzw. zum Kauf des Clubheimes durch den MSC.

Vorher mussten aber aus rechtlichen Gründen die Vereinssatzung des MSC geändert werden. Da eine Satzungsänderung nur durch eine Mitgliedervollversammlung geändert werden kann, wurden die Mitglieder zu einer ausserordentlichen Versammlung in den Rebstock in Münchweier eingeladen. Nachdem sich die Mitglieder einstimmig für den Kauf des ehemaligen Schützenhauses ausgesprochen hatten, und auch der Rechner Werner Eckert von der finanziellen Seite aus grünes Licht für das Vorhaben gab, stand nun dem Abschluss nichts mehr im Wege.

Zügig ging dann der formelle Teil über die Bühne, und man erhielt dann endlich die Schlüssel zum Gebäude. Vor dem Einzug stand dann erst einmal die Renovierung des Gebäudes und der Aussenanlage auf dem Plan. In unzähligen Arbeitsstunden wurde das Gebäude, das sich zum Teil doch schon etwas heruntergekommen war in ein Schmuckstück verwandelt. Es wurde geschrubbt, gesägt gehämmert und gemalt was das Zeug hielt. Jeder half so gut er konnte.

Natürlich traten auch Mängel auf, die man am Anfang nicht gesehen hatte. So war zum Beispiel eine Komplettsanierung eines der beiden Kamine von Nöten. Auch mussten die technischen Geräte der Kücheneinrichtung zum Teil sehr kostspielig in Stand, bzw. repariert werden. Doch letztendlich war es soweit. Das Gebäude erstrahlte in neuem Glanz.

Auch die Aussenanlagen wurden nachdem die Hecken und das sonstige Unkraut entfernt worden war neu angelegt. Dies wurde von der Trial und Mountainbikegruppe übernommen. Mit etlichen Tonnen Gestein gaben Sie der Umgebung des neuen Clubhauses ein völlig neues Gesicht.

Ein positiver Nebeneffekt von dieser Arbeit ist , das Sie jetzt in der dunklen Jahreszeit das wöchentliche Training bei Flutlicht auf dem Gelände rund um das Clubheim durchführen können.

Doch nicht nur die Trialer und der MSC fanden ein neues Zuhause. Auch der aus dem ehemaligen Schützenverein hervorgegangene und neu gegründete Bogenschützenverein konnte sich über die Schießbahn im Inneren des Gebäudes freuen. Sie wurde an den neuen Verein vermietet, da der Platz nicht vom MSC benötigt wurde.

Am 18. April war es dann soweit. Mit einem " Tag der offenen Tür " wurde das Clubheim feierlich eingeweiht und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die zahlreichen Besucher die sich in den 2 Tagen die das Fest dauerte, ein Bild von dem neuen Clubheim machen konnten, zeigten sich allesamt sehr überrascht und erstaunt, was in dieser kurzen Zeit geschaffen wurde. Alle waren sich darüber einig das das Ganze sehr gelungen ist.

Doch nicht nur an diesen 2 Tagen hatte die Bevölkerung Gelegenheit das Clubheim zu besuchen, sondern dies ist an jedem Mittwoch und Sonntag morgen ebenfalls möglich. Da hat nämlich das Clubheim geöffnet. Anfangs ausschließlich von Hansi Müller und Egon Steiner bewirtschaftet, findet nun der Thekendienst abwechselnd statt. Doch nicht nur zu diesen Tagen ist geöffnet, es wurde auch schon manches Fest wie Geburtstag oder Hochzeit in den neuen Räumen gefeiert.

Im Jahre 2010 mussten wir leider vom ehemaligen 1. Vorsitzenden Dieter Weber Abschied nehmen, der nach langer schwerer Krankheit viel zu früh verstorben ist.

Der Hauptschwerpunkt der Aktivitäten hat sich mittlerweile in Richtung Motorrad verschoben. Es finden regelmäßig geplante Ausfahrten sowie mehrtägige Ausflüge statt. Außerdem wird die bereits berühmte Hähnchenfahrt veranstaltet, die bei den Teilnehmern sehr beliebt ist.

Auch wird jährlich ein Geschicklichkeitsturnier für Motorräder ausgerichtet das zur Südbadischen Meisterschaft vom ADAC zählt. Dabei können dann auch die Hobbyfahrer Ihr Können unter Beweis stellen.

Ebenfalls sehr beliebt bei den älteren Mitgliedern des Vereins ist der 4 tägige Busausflug der alle 2 Jahre stattfindet.

Wir sind aber nicht nur motorisiert unterwegs, sondern machen uns auch 2 mal im Jahr auf Schusters Rappen auf den Weg bei der Hasenberg und der Dörlinbachwanderung. Ebenfalls traditionell ist die Dreikönigsfeier ,bei der ein Theaterstück aufgeführt wird.

Über die einzelnen Veranstaltungen und die sonstigen Aktivitäten kann man sich hier auf der Homepage informieren.

Natürlich plagen uns auch wie jeden Verein etwas die Nachwuchssorgen bei den Motorradfahrern. Also jeder der Interesse hat uns näher kennen zu lernen, kann dies jeden Mittwoch tun. Dort hat wie schon beschrieben nämlich unser Clubhaus geöffnet.

Die 1. Vorsitzenden des MSC Münstertal seit Vereinsbestehen

1950 -1956   Wilhelm Kuhner

1956 - 1962  Karl Häfele

1962 - 1972  Hans Weisbach

1972 - 1982  Karl Häfele

1982 - 1984  Karlheinz Löffel

1984 - 1986  Dieter Weber

1986 - 1992  Karlheinz Löffel

1992 - 2011  Thomas Gehring

Mitgliederzahl Stand 2011: 232

 

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